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Gewürze & Gesundheit


Die Bedeutung der Gewürze hat sich im Lauf der Jahrtausende völlig verändert. Früher (siehe Geschichte) waren sie extrem teuer. Sie wurden vor allem wegen ihrer Heilwirkung geschätzt und in hohen Mengen dosiert. Heute ist ein gut bestücktes Gewürzregal in der Küche ganz normal und selbst Kostbarkeiten wie Safran und Vanille sind erschwinglich. Gewürze enthalten zum Teil Wirkstoffe, die auch in kleinen Mengen ihre wohltuende Wirkung entfalten. Meist werden sie aber verwendet, um Gerichten den gewünschten Geschmack zu verleihen.

Wussten Sie?

Oregano wirkt entzündungshemmend und krampflösend. Rosmarin wiederum kann den Kreislauf und die Durchblutung stärken und Basilikum soll bei Blähungen Abhilfe schaffen.1)

Rosmarin und Oregano können darüber hinaus auch den Blutzuckerspiegel senken.1)

Die in Basilikum und Kurkuma enthaltenen Bitterstoffe helfen auch dabei die Lust auf Süßes zu zügeln.3)

Kurkuma wird sogar als "Zauberknolle" bezeichnet und soll unter anderem entgiftend, antibakteriell, entzündungshemmend sein, sowie Haut und Haare jung halten und sogar dabei helfen, Krebserkrankungen vorzubeugen.4)

Der zarte Kerbel regt den Stoffwechsel an, wirkt blutreinigend, entwässert und kann die Genesung bei Erkältungen begünstigen.2)

Dill hat eine beruhigende Wirkung und hilft bei Schlafschwierigkeiten. Wie Estragon kann er auch dabei helfen, Appetit & Verdauung anzuregen.2)

Der beliebte Bärlauch hilft dabei Arterienverkalkung vorzubeugen und regeneriert die Darmflora.2)

Neben seiner appetitanregenden und verdauungsfördernden Wirkung wirkt Majoran auch antibakteriell und kann die Nerven beruhigen.1)

Der Kräuterklassiker Petersilie wirkt belebend, entgiftet, reget ebenfalls die Verdauung an und kann sogar die Geburt fördern.2)

Auch Chili, Lorbeerblatt, Senfkörnern und sogar Currymischungen wird eine gute verdauungsfördernde Wirkung attestiert.3)

Zimt und Oregano sollen als Antidiabetika den Glukosestoffwechsel positiv beeinflussen.5)

Eine magenberuhigende Wirkung sollen Zimt, Kardamom, Anis und Ingwer besitzen und somit auch gegen Übelkeit helfen.6)

Die antioxidative Wirkung von Ingwer soll sich durch die Mischung mit Knoblauch noch deutlich verstärken.6)

 

Darüber hinaus empfehlen wir bei Interesse an der Heilwirkung von Gewürzen und Kräutern folgende Lektüre:

 

  • Grüne Apotheke, Dr. Jörg Grünwald, Christof Jänicke, GU 3. Auflage 2004.
    Umfangreiches, sehr gut strukturiertes und leicht lesbares Buch über Pflanzenheilkunde, das sowohl ein großes Beschwerdenkapitel, als auch über 100 Pflanzensteckbriefe beinhaltet, mit deren Hilfe Selbstbehandlung gut und sicher möglich ist. Keine Graubereiche, hier wird nur empfohlen, was nach derzeitigem Wissenschaftsstand auch wirkt.


  • Handbuch der Klosterheilkunde, Dr. Johannes Gottfried Mayer, Dr. med. Bernhard Uehleke, Pater Kilian Saum, Zabert Sandmann Neuauflage 2008.
    Dieses Buch hat eine Lücke geschlossen: Welche Pflanzen wurden im Mittelalter verwendet und wofür? Was davon stimmt heute noch? Viele Hausmittel wurden seit jener Zeit überliefert, in diesem Buch stehen die Hintergründe. 100 Pflanzensteckbriefe, darunter viele Kräuter, Gewürze und Lebensmittel und ein umfangreicher Praxisteil.


  • Praxishandbuch Heilpflanzen, Penelope Ody, Dorling Kindersley Neuauflage 2008.
    Wunderschön aufgemachtes Buch mit sehr vielen Fotos und Beschreibungen von 120 Heilpflanzen. Beschwerdenregister, auch ayurvedische und traditionelle chinesische Heilanwendungen finden ihren Platz in diesem besonders preiswerten Buch.


  • Lehrbuch der Phytotherapie, Volker Fintelmann, Rudolf Fritz Weiss, Hippokrates 12. Auflage 2009.
    Das Standardwerk zum Thema Phytotherapie für Profis, hervorragend recherchiert und dementsprechend oft zitiert. Die knapp 600 Seiten sind zwar ausschließlich nach möglichen Beschwerden und Krankheiten sortiert, aber dank guter Register kann man sich auch über die Pflanzennamen zurechtfinden. Hier sind alle Inhaltsstoffe und Wirkmechanismen der Heilpflanzen nachzulesen.


  • Das große Buch der Heilpflanzen, Apotheker Mannfried Pahlow, GU und andere Verlage, diverse Auflagen.
    Leider derzeit vergriffen, aber wer es antiquarisch bekommt, sollte zugreifen. Das am leichtesten zugängliche Buch über Heilpflanzen, seit Jahrzehnten ein Standardwerk für Laien. Unterteilt in einheimische und fremdländische Heilpflanzen jeweils nach Alphabet, pro Pflanze Bilder, Zeichnungen, Botanik, Inhaltsstoffe, Heilwirkung und bei Gewürzen immer auch die Verwendung in der Küche, außerdem der Einsatz der Pflanze als volksheilkundliches Hausmittel. Mit über 400 ausführlich beschriebenen Pflanzen ist der „Pahlow“ auch eines der umfangreichsten Bücher zum Thema.

 

1) kurier.at/lebensart/gesundheit/die-kraft-der-kraeuter-fuer-die-gesundheit-nuetzen/76.531.701
2) www.gesünderleben.at/ernaehrung/kochen-mit-kraeutern
3) diepresse.com/home/leben/gesundheit/1596274/Die-sanfte-Heilkraft-der-Kraeuter
4) diepresse.com/home/leben/gesundheit/augeblaettert/1290055/Kurkuma_Zauberknolle-haelt-jung-und-schutzt-vor-Krebs
5) diepresse.com/home/leben/gesundheit/545008/Salbei_Hervorragende-AntiAgingSubstanz
6) diepresse.com/home/leben/gesundheit/4196493/Gewurze-gegen-Mangelernaehrung